Spitzenverband dementiert Unterfinanzierung von 23 Kassen

Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) dementiert Berichte, nach denen 23 der rund 160 gesetzlichen Krankenkassen in einer so schlechten Finanzlage stecken, dass sie als „gefährdet“ gelten. Dies hatte die „Rheinische Post“ gemeldet und berief sich dabei auf interne GKV-Unterlagen. Außerdem sollen weitere 46 Krankenkassen wegen ihrer Finanzlage „unter Beobachtung“ stehen.

GKV-Sprecher Florian Lanz erklärte am Freitag, dass diese Meldung auf „veralteten Zahlen“ beruhe, die keinerlei Rückschlüsse auf die tatsächliche aktuelle Finanzsituation der einzelnen Krankenkassen erlauben. Lanz betonte, dass sich das Defizit der Krankenkassen durch die Umsetzung der Reformpläne der Kolaition voraussichtlich auf einen Betrag von unter 1 Milliarde Euro reduzieren wird.

Würde dies der Fall sein, müsste es keine flächendecken Erhebung von Zusatzbeiträgen geben und es wäre auch weitgehend ausgeschlossen, dass Krankenkassen geschlossen werden oder insolvent gehen.