Rentenkassen: Neue Löcher trotz steigender Zuschüsse

Entgegen den ursprünglichen Plänen des Finanzministers soll nun der Steuerzuschuss für die gesetzliche Rentenversicherung doch nicht sinken, sondern sogar leicht steigen. Im Jahr 2007 soll es ein Plus von einem Prozent geben.

Doch dass diese Summe nicht ausreichen wird, um die neuen Finanzlöcher zu stopfen, steht bereits jetzt fest. Nach Expertenberechnungen müssen allein 2008 zusätzliche 600 Millionen Euro aus Steuermitteln an die Rentenkasse überwiesen werden. Ansonsten würde der Rentenversicherungsbeitrag über die psychologisch wichtige Marke von 20 Prozent steigen, was ein verheerendes Signal für den Arbeitsmarkt darstellen würde.

Schon heute machen die Kosten für die Rentenzahlungen den zweitgrößten Posten im Bundeshaushalt aus – gleich nach den Zinsen für die Kredite.

Das könnte sie auch interessieren:

    Milliardenloch bei der Rentenversicherung
    Schlechte Nachrichten kommen einmal mehr von der gesetzlichen Rentenversicherung: Bereits für das Jahr 2008 wird ein bislang nicht geplanter Fehlbetrag von rund 2,5 Milliarden Euro erwartet. Das würde einen Anstieg der Beiträge zur Rentenversicherung auf über 20 Prozent zur Folge haben – trotz der Versprechen der Regierung, den Satz unter dieser psychologisch wichtigen Marke zu

    Gesundheitsreform bringt steigende Beiträge
    Entgegen der Vermutung, dass die Beiträge nach der Gesundheitsreform stabil bleiben oder sogar sinken, werden die Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wahrscheinlich sogar deutlich steigen. So warnt zumindest der Krankenkassenverband. Nach den Schätzungen des KKV könnte durch die Reform eine Steigerung der Beitragssätze von 14,3 Prozent auf 15,9 Prozent des Bruttoeinkommens erfolgen. Es drohen

    Hartz IV: Beiträge zur Rentenversicherung sinken
    Vor allem Menschen mit kleinen Einkommen müssten mehr für ihre private Altersvorsorge tun, fordert Bundessozialminister Franz Müntefering (SPD) – ansonsten drohe Altersarmut. Doch ausgerechnet bei den Beziehern des Arbeitslosengeldes II (Hartz IV) setzt der Vizekanzler nun den Rotstift an.
    Statt 76 Euro im Monat werden für die Empfänger des Arbeitslosengeldes II fortan nur noch 40 Euro

    Krankenkassen: 2011 rund 60 Millionen Mehrausgaben für Arzneimittel
    Das Arzneimittelvolumen der in Deutschland niedergelassenen Ärzte für GKV-Patienten soll im kommenden Jahr um 60 Millionen Euro oder 0,2 Prozent steigen. Auf diese Mehrausgaben haben sich der GKV-Spitzenverband und die Kassenärztliche Bundesvereinigung geeinigt.
    In den Rahmenvorgaben für 2011 wird ein Gesamtfinanzvolumen für Arzneimittel in Höhe von etwa 30 Milliarden Euro vorgesehen. Insgesamt vier Milliarden Euro stehen

    Rentenerhöhung 2008/2009 “abgenickt”
    Das Bundeskabinett hat am Dienstag eine außerplanmäßige Rentenerhöhung beschlossen. Damit werden die gesetzlichen Ruhestandsbezüge für 20 Millionen Rentner ab dem 1. Juli um 1,1 Prozent steigen. Um dies zu ermöglichen, wurde der 2001 eingeführte sogenannte Riester-Faktor bei der Bemessung von Rentenerhöhungen für zwei Jahre außer Kraft gesetzt.
    Nach aktueller Rechtslage hätten die Renten nur um rund