Kritik und Zustimmung zur Rente mit 67

Nach dem überraschend schnellen Beschluss des Bundeskabinetts, die Rente mit 67 bereits bis zum Jahr 2029 und damit früher als bislang geplant einzuführen, hat es unterschiedliche Reaktionen gegeben. Während Gewerkschaften und Sozialverbände lautstark protestierten, gab es von Wissenschaftlern Beifall.

Gewerkschaftsvertreter wehrten sich gegen die ‚"faktische Rentenkürzung" und forderten, erst einmal müssten die Unternehmen in Deutschland eine ausreichende Zahl von Arbeitsplätzen für ältere Menschen anbieten. Der Präsident des Sozialverbandes VdK, Hirrlinger, bezeichnete die Entscheidung der Regierung als ‚"kleine Katastrophe". Er werde entschieden dafür kämpfen, dass diese Koalitionsvorlage niemals Gesetz werde.

Als ‚"unverzichtbar" hat hingegen der Finanzexperte Bert Raffelhüschen den Regierungsbeschluss bezeichnet. Die faktische Kürzung der Renten um etwa drei bis vier Prozent, die durch die Anhebung des Eintrittsalters erreicht werde, sei ‚"das letzte fehlende Glied in einer Kette von Maßnahmen zur langfristigen Sicherung der Rentenversicherung".

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