PKV will Arztkosten senken

Günter Dibbern, Vorstandschef der Deutschen Krankenversicherung (DKV), kündigte in einem Interview mit dem „Tagesspiegel“ an, dass regelmäßige Beitragserhöhungen in der Privaten Krankenversicherung nicht zu vermeiden sind, solange die Kosten nicht besser reguliert werden.

Die Kostensenkung soll aber nicht nur die Versicherten treffen, sondern vor allem die Ärzte. Dibbern zufolge seien die privaten Krankenversicherungen auch weiterhin bereit, für besseren Service auch mehr zu bezahlen, doch auf Dauer könne es nicht angehen, dass für einen Privat Versicherten in der ambulanten Versorgung die doppelten Kosten anfallen wie für einen Gesetzlich Versicherten. Deshalb wird eine Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte und Zahnärzte gefordert, mit der Öffnungsklauseln für die Branche erreicht werden.

Die von der schwarz-gelben Regierung eingeführte Verkürzung der Wechselfrist von drei Jahren auf ein Jahr, begrüßt Dibbern. Durch die lange Frist habe man viele Neukunden verloren, nun rechnet Dibbern mit einem Mitglieder-Zuwachs im fünfstelligen Bereich.