Jede 10. Krankenkasse zahlt Beiträge zurück

Einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus“ zufolge will etwa jede zehnte Krankenkasse ab dem 1. Juli einen Teil ihrer Beiträge zurückerstatten. Konkret sind es 18 der insgesamt 178 Krankenkassen, die dies bestätigt haben. Während drei Versicherer schon eine konkrete Erstattungssumme nannten, laufen bei den übrigen Kassen noch die Verhandlungen mit den jeweiligen Aufsichtsgremien. Die „Apotheke adhoc“ berichtet, dass die IKK Südwest ihren Versicherten 100 Euro zurückzahlt, die Bremer Handelskasse 60 Euro und die BKK ALP Plus will ihren Mitgliedern, die den Höchstbetrag an Versicherungsprämien zahlen, 70 Euro zurückerstatten.

Nach den Informationen, die „Focus“ vorliegen, plant zunächst keine gesetzliche Krankenkasse die Einführung von Zusatzbeiträgen, nur bei der Kölner Betriebskrankenkasse steht die Entscheidung noch aus, wird aber für den 1. Juli erwartet.

Ende April schätzte das Bundesversicherungsamt, dass voraussichtlich 16 Krankenkassen (mit insgesamt 4,5 Millionen Versicherten) einen Zusatzbeitrag erheben werden, doch aufgrund der bisher aufgenommenen Fusionsgespräche finanzschwacher Kassen mit größeren Partnern, gab der Präsident des Bundesversicherungsamtes, Josef Hecken, vor einigen Tagen Entwarnung. Für das kommende Jahr rechnet der GKV-Spitzenverband jedoch damit, dass zahlreiche Kassen Zusatzbeiträge erheben werden.

Im Rahmen des neuen Gesundheitsfonds können Krankenkassen, die mit dem von dem Fonds zugewiesenen Geld nicht auskommen, von ihren Mitgliedern Zusatzbeiträge verlangen. Andererseits dürfen sie ihren VErsicherten auch Geld zurückerstatten, wenn sie erfolgreich gewirtschaftet haben.