Beiträge zur Unfallversicherung könnten steigen

Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer des Spitzenverbandes der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) erklärte gegenüber der „Deutschen Handwerks-Zeitung“, dass der Beitragssatz der gesetzlichen Unfallversicherung bei weiterhin schrumpfender Wirtschaft wahrscheinlich nicht gehalten werden kann. Er betonte jedoch, dass eine mögliche Erhöhung den Satz von 1,5% nicht überschreiten würde, selbst dann nicht, wenn drei Jahre hintereinander ein negatives Wirtschaftswachstum kommen sollte.

Im letzten Jahr senkte die DGUV ihren durchschnittlichen Beitragssatz auf 1,26% pro 100 Euro Lohnsumme, das war der niedrigste Stand seit Bestehen der gesetzlichen Unfallversicherung. Wie der Name schon sagt, ist der durchschnittliche Beitragssatz nur ein Mittelwert über alle Branchen hinweg. Je nach Branche und damit verbundener Risikobelastung der Arbeitnehmer variiert dieser Prozentsatz. So liegt er bei 0,5% bei Verwaltungsberufen und rund 8% bei Gerüstbauern, erklärt die „Deutsche Handwerks-Zeitung“.

Breuer zufolge sind die Kosten der Gesetzlichen Unfallversicherung im letzten Jahr auf 9,26 Milliarden Euro angestiegen, das sind Mehrkosten von 236 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig verteilte sich das Umlagesoll laut Breuer auf einer deutlich höheren Lohnsumme, was auf die gestiegene Beschäftigung zurückzuführen war.