Überflüssige und unverzichtbare Versicherungen

Wer sich von unnötigen Versicherungen trennt, kann pro Jahr bis zu 400 Euro einsparen. Doch auf keinen Fall sollte am falschen Ende gespart werden. Die Zeitschrift „Finanztest“ gibt deshalb Hilfestellung bei der Auswahl der wichtigen und überflüssigen Versicherungen. Grundsätzlich sollte sich demnach jeder – unabhängig von Alter, Familienstand und Lebenssituation – vor existentiellen Risiken schützen wie z.B. durch eine Krankenversicherung, Privathaftpflichtversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung und eine Risikolebensversicherung (für alle, die für den Unterhalt anderer Personen aufkommen müssen).

Je nach persönlicher Lebenssituation können zusätzliche Versicherungen sinnvoll sein, wie z.B. eine Seniorenunfallversicherung für allein lebende Senioren, eine Bauherrenhaftpflichtversicherung für Bauherren, eine Wohngebäudeversicherung für Hausbesitzer, eine Hausratversicherung bei wertvollem Hausstand oder eine Verkehrsrechtschutzversicherung für Autofahrer. Hier empfiehlt sich jedoch immer eine sorgfältige Prüfung der Versicherungskonditionen bei den einzelnen Anbietern, um die Police auszuwählen, die am besten zu den individuellen Bedürfnissen passt.

Daneben gibt es laut „Finanztest“ jedoch auch Versicherungen, die in der Regel überflüssig sind. Dazu gehört z.B. die Insassenunfallversicherung, da Mitfahrende über die Kfz-Haftfpflichtversicherung des Fahrers mitversichert sind. Auch die Leistungen eines Autoschutzbriefes sind häufig schon in der Autoversicherung enthalten. Um Leistungen von der Reisegepäckversicherung zu erhalten, müssen strengste Auflagen erfüllt werden, die einen Diebstahl des Gepäcks eigentlich von vorneherein verhindern und darüber hinaus deckt auch die Hausratversicherung einen großen Teil des Reisegepäcks ab. Ausbildungs- und Kapitallebensversicherungen sind laut „Finanztest“ häufig unflexibel und teuer und bringen weniger Rendite als andere Sparformen.