Versicherungen gegen Piratenübergriffe

Wie Dieter Berg, Leiter der Abteilung Transportgeschäfte des Rückversicherungskonzerns Münchener Rück, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärte, haben sich aufgrund der steigenden Anzahl von Piratenübergriffen im letzten Jahr die Kosten für Lösegeld- und Kidnapping-Versicherungen um das Zehnfache erhöht.

Während die Kosten für beschädigte Waren oder Schäden an den Schiffen nur einen kleinen Anteil ausmachten, würde der größte Kostenanteil auf Erpressungen, Verhandlungen und Geldübergaben entfallen, berichtet das „Handelsblatt“. Deswegen sind auch immer mehr Sicherheitsfirmen, die Verhandlungen und Geldübergaben übernehmen, an entsprechenden Versicherungen interessiert. Daneben entstehen durch langwierige Verhandlungen Transportverzögerungen, die ebenfalls Kosten verursachen.

Experten schätzen, dass sich der volkswirtschaftliche Schaden von Piratenangriffen auf 3-16 Milliarden Dollar jährlich beläuft. Auch wenn sich nach Bergs Einschätzung die Kosten für Rückversicherer noch in Grenzen halten, ist kein Ende der Übergriffe abzusehen.