GKV fordert mehr Geld für Investitionen

Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) fordern drei Monate nach Start des Gesundheitsfonds mehr Geld für Investitionen in neue Angebote und Verbesserungen. Doris Pfeiffer, Vorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, erklärte gegenüber der dpa, dass bei der Konstruktion des Fonds offenbar die Frage nach finanziellen Mitteln für nötige Investitionen in Neues vergessen wurde. Nun sollen Politik und Krankenkassen gemeinsam eine Lösung für das Problem finden, berichtet der „Stern“.

Im Rahmen des Gesundheitsfonds erhalten die Krankenkassen das von ihnen benötigte Geld, doch Mittel für Neuerungen, in die zunächst investiert werden muss, bevor sie Einsparungen erbringen können, sind hierbei nicht berücksichtigt. Hierfür müssten die Kassen Zusatzbeiträge erheben, doch dann würden sie sich bei den Versicherten im Wettbewerb mit den anderen Kassen selbst einen Nachteil zufügen.

Schon seit Monaten ist von Ärzteorganisationen und Experten immer wieder Kritik an dem Modell zu hören, weil viele Kassen sparen, um eben genau diese Zusatzbeiträge zu verhindern. Zusatzbeiträge dürfen von den Versicherten verlangt werden, wenn die Krankenversicherung mit dem Geld aus dem Fonds nicht auskommt.