Pflegeversicherung für Denkmäler gefordert

Angesichts der Zerstörung von 100.000 altehrwürdigen Gemäuern in Deutschland in den letzten Jahren fordert das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz (DNK), die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) und der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen eine Pflegeversicherung für die 1,4 Millionen Kulturdenkmäler in Deutschland.

Anfang April hatten sie Politiker aus allen Bundestagsfraktionen zu einem Parlamentarischen Abend in den Berliner Admiralspalast eingeladen. Eva-Maria Stange, Präsidentin des Deutschen Nationalkomitees und sächsische Staatsministerin für Wissenschaft, erklärte, dass Denkmalschutz gerade in Zeiten der Finanzmarktkrise wichtig sei, da durch die Erhöhung der Standortqualität Wirtschaft und Tourismus angekurbelt werde. Der Rückgang der Denkmalfördermittel sei spürbar, klagte Stange, die sich deshalb für eine „Pflegeversicherung für das baukulturelle Erbe“ aussprach. Sie fordert den Schutz des kulturellen Erbes als Staatsziel im Grundgesetz. Nur mit guter Ausstattung von entsprechendem Personal und Sachmitteln könne eine erstklassige Erhaltung und Pflege der Denkmäler ermöglicht werden.

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Gottfried Kiesow, fordert von der Bundesregierung anhaltende Förderprogramme, mehr finanzielle Mittel von den Ländern und dass die Mittelverteilung nach Bedarf anstatt nach Länderquoten erfolgen soll.