Kampagne zur Verbreitung von Elementarschaden-Versicherungen

Zum offiziellen Beginn der Kampagne „Voraus denken – elementar versichern“ wies Bayerns Umweltminister Markus Söder darauf hin, dass die gemeinsame Werbung von Staat und privaten Versicherungen für ein Versicherungsprodukt bisher einmalig sei. Es geht um eine Aktion der Allianz, die allen Kunden, die noch in diesem Jahr eine Elementarschaden-Deckung abschließt, einen Rabatt von 25% gewährt. Das teilte Allianz-Vorstandsmitglied Dr. Karl-Walter Gutberlet mit. Damit liegt der Preis für die zusätzliche Deckung, die zu einer bereits bestehenden Gebäudebrand-, Sturm-, Hagel und Leitungswasserdeckung abgeschlossen werden kann, abhängig von der jeweiligen Risikoeinstufung zwischen 50 und 120 Euro.

Während der Kampagne können Kunden mit einer Hausratversicherung die Elementarversicherung zunächst beitragsfrei einschließen lassen und müssen die Zusatzkosten erst bei der nächsten Hauptfälligkeit zahlen. Über 800.000 Allianz-Kunden sollen über die Aktion schriftlich informiert werden. Auch der Chef der Versicherungskammer Bayern (VKB), Friedrich Schubring-Giese, erklärte, dass man gleiches für die 1,3 Millionen eigenen Kunden tun werde. Laut Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil werde man keine Überlegungen zur Einführung einer Versicherungspflicht für Hausbesitzer anstellen, stattdessen auf Multiplikatoren wie bayerische Bankenverbände und Hausbesitzervereine setzen, um Elementarschaden-Versicherungen stärker zu verbreiten.

Die Münchener Rück hat zur besseren Kalkulation des regionalen und kommunalen Gefährdungspotenzials durch Naturgewalten eine DVD herausgegeben, auf der ihre Erfahrungen auf dem Gebiet der Georisiko-Forschung zusammengefasst sind. Wie Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek erklärte, gehört die DVD zur Reihe der „Weltkarte der Naturgefahren“, die seit 1978 regelmäßig fortgesetzt wird.