Unfallversicherung: BMI für Feuerwehrmänner

Nach der Neufassung der von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung empfohlenen Kriterien für den Einsatz von Atemschutzgeräten darf der Arzt bei dem Eignungstest für Feuerwehrleute den Body-Mass-Index (BMI) zurate ziehen. Laut der Unfallversicherung bestehen gesundheitliche Bedenken bei Personen, die einen BMI über 30 haben. Diese gelten der Einordnung der Weltgesundheitsorganisation zufolge als fettleibig und könnten bei einem Einsatz mit der bis zu 40 Kilo schweren Atemschutzausrüstung Probleme bekommen.

Die Feuerwehrmänner sind empört über diese neue Regelung, in der „Augsburger Allgemeine“ schimpft der Vizechef des Landesfeuerwehrverbands, Gerhard Bullinger, dass der BMI nur eine rein rechnerische Formel sei, die keinerlei Aussage über den tatsächlichen Leistungsstand der Männer macht. Der BMI beziehe sich nur auf das Gewicht, berücksichtige aber z.B. nicht die Muskelmasse.

Tim Pelzl von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) erklärt, dass sich im Prinzip nicht viel verändert habe, weil das Gewicht schon immer ein Untersuchungskriterium, allerdings nie ausschlaggebend gewesen sei. Der untersuchende Arzt könne nun lediglich statt des Gewichts den BMI anwenden. Das wichtigste Kriterium bleibe der Leistungstest, dem sich die Feuerwehrleute unterziehen müssen.