Günstige Kfz-Versicherung für Satelliten-Überwachung

CDU-Verkehrsexperte Dirk Fischer will die Disziplin von Fahranfängern erhöhen und ihre Selbstüberschätzung minimieren, in dem sich die Fahranfänger freiwillig per Satellit überwachen lassen. Dabei müsse jedoch der Datenschutz auf jeden Fall gewährleistet werden. Als Belohnung sollen die normalerweise recht hohen Beiträge der Kfz-Versicherung für die Teilnehmer gesenkt werden.

Fischer wies bei seinem Vorschlag auf ein Pilotprojekt in Brandenburg hin, in dem die freiwilligen Teilnehmer dem Landesverkehrsministerium zufolge nur den halben Anfängertarif in der Kfz-Versicherung zahlen müssen. Normalerweise werden Fahranfänger mit bis zu 250% eingestuft. Die ersten Testfahrer sind ab Januar unterwegs, die ersten Ergebnisse werden ab 2011 erwartet.

Nach einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge funktioniert die Technik wie ein Navigationsgerät, aber speichert gleichzeitig und ununterbrochen die Geschwindigkeit des Fahrzeugs und seinen aktuellen Standort. Die Technik, die 300-400 Euro kosten soll, kann angeblich nicht manipuliert werden.

Die SPD und der Automobilclub ACE lehnen eine solche Kontrolle ab. SPD-Innenpolitiker Dieter Wiefelspütz bezeichnete den Vorschlag Fischers als „vollkommen schwachsinnig“ und als „verfassungsrechtlich hochproblematisch“. ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner erklärte, dass Fahranfänger lieber von erwachsenen Vertrauenspersonen begleiten lassen sollten als sich von einem Satelliten überwachen zu lassen.