Trotz Finanzkrise sind Versicherer optimistisch

Trotz der dramatischen Kursrückgänge an den Aktienmärkten im Zuge der Finanzkrise und der drohenden Gefahr einer Rezession blicken die deutschen Versicherer optimistisch in die Zukunft. Wie der Branchenverband GDV am Mittwoch erklärte, sei die Refinanzierung bei den Versicherungsunternehmen – anders als bei den Banken – durch die laufenden Prämieneinnahmen.

Dennoch erwartet der Verband nach einem Einnahmeplus von 1,5%, das vor allem von der Lebens- und Krankenversicherung stammt, in diesem Jahr für das nächste Jahr stagnierende Einnahmen. Darüber hinaus wird die Gesamtverzinsung von Lebensversicherung von derzeit durchschnittlich 5% im kommenden Jahr reduziert. Eine genaue Prognose über die Höhe der Gessamtverzinsung sei vor allem wegen der großen Zinsschwankungen jedoch schwierig, hieß es. Aktuell tragen Lebensversicherung und private Krankenversicherung mit einem Plus von 2,0% bzw. 2,9% zu dem Einnahmeplus bei.

GDV-Präsident Bernhard Schareck betonte mehrfach, dass die Finanzkrise keine Krise der Versicherungen sei. Das habe auch die Börsenaufsicht BaFin erst kürzlich bestätigt. Schareck bezeichnete die Versicherungen vielmehr als „stabilisierendes Element“, da sie kaum riskante Finanzprodukte anbieten. Insgesamt liegt die Aktienquote der Versicherer-Anlagen bei unter 8%, deshalb seien die Auswirkungen von Aktienrückgängen nicht groß.

Darüber hinaus profitiert die Branche von dem Ausbau der Riester-Rente und dem Ausbleiben von Extremereignissen wie dem Orkan „Kyrill“, der im Januar 2007 Schäden in Milliardenhöhe angerichtet hat.