Unions-Fraktionschef Kauder verspricht niedrigere Steuern für Mittelstand

Nach Aussage von Fraktionschef Volker Kauder (CDU) will die Union die Steuern für den Mittelstand in der kommenden Wahlperiode senken. Auf dem Deutschlandtag der Jungen Union in Rust (Baden-Württemberg) versprach Kauder, dass die Arbeitnehmer mit mittlerem Einkommen später als derzeit mit dem Höchstsatz besteuert werden sollen. Kauder erklärte, dass er um die Notwendigkeit einer steuerlichen Entlastung in Deutschlands wisse.

Ab dem Jahr 2010 können die Krankenkassen- und Pflegeversicherungsbeiträge steuerlich geltend gemacht werden, damit würden die Bürger insgesamt um 9 Milliarden Euro entlastet werden. Bei einem Arbeitnehmer mit durchschnittlichem Einkommen würde das 100 Euro monatlich entsprechen.

Die aktuelle Einkommensgrenze, über die der Höchststeuersatz gezahlt werden muss, wird von vielen als ungerecht empfunden. Aktuell reichen die Steuersätze von mindestens 15% und maximal 45%, mit steigendem Einkommen erhöht sich auch der zu zahlende Steursatz. Während vor 50 Jahren nur Top-Verdiener den Spitzensteuersatz zahlen mussten, übertreten heute schon gut verdienende Facharbeiter, die über ein Einkommen von 52.000 Euro verfügen, die Einkommensgrenze. Damit sorgt jede Lohnerhöhung für eine Annäherung an den Höchststeuersatz und ist mit höheren Belastungen verbunden, selbst wenn die Lohnerhöhung nur dem Inflationsausgleich dient. Dieses Phänomen wird als „kalte Progression“ bezeichnet.