China schlägt Haftpflichtversicherung für Nahrungsmittelindustrie vor

Um das Risikomangement in der Nahrungs- und Getränke-Industrie zu verbessern, sollen Unternehmen aus der Branche künftig zu dem Abschluss einer Haftpflichtversicherung verpflichtet werden. Das Bewusstsein der Bevölkerung sei anlässlich des Skandals um mit Melamin verseuchtes Milchpulver gestiegen, den Unternehmen drohen vermehrt rechtliche Konsequenzen. Wenn Konzerne z.B. Milchpulver im Wert von über 100 Millionen US-Dollar zurückrufen mussten, wie es bei bei „Sanlu“ der Fall war, könnte das schnell die Existenz des Unternehmen bedrohen.

Das chinesische Gesundheitsministerium schlug deshalb am Wochenende vor, in ausgewählten Versuchsgebieten eine obligatorische Haftpflichtversicherung einzuführen. Dank der Versicherung könnten die Betriefsgefahren der Unternehmen gesenkt werden, die wiederum dann im Schadensfall Ausgleichssummen zahlen können. Die von den Versicherungsunternehmen ausgezahlten Entschädigungen würden auch den Druck auf die Regierung reduzieren.

Bei chinesischen Unternehmen liegt die Haftpflichtversicherungsrate bei 4% – deutlich niedriger als der weltweite Durchschnitt, der bei 15% liegt.