Neues Projekt der Deutschen Rentenversicherung und der gesetzlichen Krankenkassen

Die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen und die Deutsche Rentenversicherung startete im September 2008 ein neues gemeinsames Projekt zur Entwicklung, Erprobung und Umsetzung von Instrumenten und Verfahren zur Erfassung und Bewertung der Ergebnisqualität in der Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen. Das Projekt ist auf 18 Monate angelegt und wird vom Universitätsklinikum Freiburg wissenschaftlich begleitet.

Die Zusammenarbeit in diesem Bereich begann bereits 2004, als Renten- und Krankenversicherung zusammen mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Instrumente entwickelten, die die Strukturqualität der stationären medizinischen Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen messen sollten. Das damalige Projekt ist die Basis für die heutige Möglichkeit zur Erfassung, Auswertung und den bundesweiten Vergleich der Strukturmerkmale einzelner Einrichtungen.

Im Rahmen der Qualitätssicherung gehört die Ergebnisqualität, die sich vor allem auf das Ausmaß der individuellen und indikationsspezifischen Zielerreichung durch die durchgeführte Rehabilitationsmaßnahme bezieht, zu den zentralen Dimensionen. Es ist eine große Herausforderung, individuelle Behandlungsergebnisse so zu messen, dass faire Vergleiche zwischen Reha-Einrichtungen gezogen werden können.

Darüber hinaus verfasste die Deutsche Rentenversicherung im letzten Jahr Leitlinien für die Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen, deren Einhaltung in den einzelnen Einrichtungen ebenfalls geprüft werden kann. Werden die Leitlinien eingehalten, ist eine Versorgung der Patienten auf gleich bleibend hohem Niveau gewährleistet. Ein weiterer Baustein der Qualitätssicherung in diesem Bereich ist das „Gemeinsame Rahmenkonzept der Gesetzlichen Krankenkassen und der Gesetzlichen Rentenversicherung für die Durchführung stationärer medizinischer Leistungen der Vorsorge und Rehabilitation für Kinder und Jugendliche“, das Anfang 2008 verabschiedet wurde.