Große Mängel bei jährlichen Riester-Informationen

Die Stiftung Warentest übt scharfe Kritik an den jährlichen Kundeninformationen über die Riester-Rente, die Auskunft darüber geben sollen, welche eingezahlten Beiträge wie angelegt wurden und wie sich diese bislang entwickelt haben. Aber tatsächlich seien die Informationen verwirrend, unvollständig und zum Teil sogar fehlerhaft, kritisiert die Stiftung Warentest, die insgesamt 28 jährliche Mitteilungen zur Riester-Rente unter die Lupe genommen hat.

Keine der getesteten Mitteilungen erhielt das Urteil „gut“, stattdessen wurden über die Hälfte der Mitteilungen mit „ausreichend“ oder „mangelhaft“ (5 Gesellschaften) beurteilt. Wie in der Zeitschrift „Finanztest“ zu lesen ist, sind mangelhafte Informationen über die Riester-Rente nicht nur ärgerlich, sondern können den Kunden auch bares Geld kosten, wenn sie dadurch nicht alle Förderbeträge erhalten.

Riester-Kunden haben einen gesetzlichen Anspruch auf regelmäßige Informationen über die eingezahlten Beiträge und über die verbuchten Zulagen. In der Praxis verstecken oder verschleiern die Versicherungen, Banken und Fondsgesellschaften jedoch die einbehaltenen Kosten für Abschluss, Vertrieb und Verwaltung. Auch die hier verwendete Sprache sei umständlich und teilweise rätselhaft.

Am leichtesten nachvollziehbar seien die Abrechnungen zu Banksparplänen, da es hierbei nur einen festgelegten Zinssatz gibt. Daher sind die Verträge relativ einfach und bergen auch kaum versteckte Gebühren. Andererseits gibt es gerade für junge Sparer deutlich attraktivere Riester-Produkte als Banksparpläne.