Durchschnittliche Neu-Rente beträgt 671 Euro

Wer im letzten Jahr in den Ruhestand gegangen ist, darf sich über eine höhere gesetzliche Rente freuen als diejenigen, die 2006 aus dem Arbeitsleben ausgeschieden sind. Wie die Deutsche Rentenversicherung Bund mitteilte erhielt ein Renten-Neuling 2007 durchschnittlich 671 Euro pro Monat, während es im Jahr zuvor 6% weniger waren. Der Direktor der Deutschen Rentenversicherung Bund, Axel Reimann, erklärt, dass dieser Anstieg vor allem auf die längere Arbeitszeit vieler Menschen zurückzuführen sei und nicht auf eine Rentenerhöhung durch den Staat.

1992 wurden die Altersgrenzen für den abschlagsfreien Bezug der Altersrente angehoben. Seitdem müssen Arbeitnehmer, die früher in Rente gehen wollen, pro Jahr einen Abschlag von 3,6% in Kauf nehmen. Auch Arbeitlose müssen seit 2004 mit Abzügen rechnen, wenn+ sie sich für einen früheren Rentenbeginn entscheiden.

Im Westen Deutschlands hatten männliche Neurentner im letzten Jahr 3,7 Versicherungsjahre mehr abgeleistet als 2006, im Osten waren es 1,7 Jahre. Menschen, die mit Rentenbeginn schon über der Altersgrenze von 65 Jahren lagen, machten ein Plus von 17,5%. Mit 479 Euro monatlich im Durchschnitt erhielten sie 71 Euro mehr als der Neurentner-Jahrgang des Vorjahres. Dieser Betrag liegt deshalb deutlich unter dem Gesamtdurchschnitt, weil in der Gruppe der „Regelaltersrente“ alle erfasst sind, die eine gesetzliche Rente erhalten – egal wie lange ihre Beitragszeiten und wie gering ihre Renten sind, erklärte Reimann.

Von den Beschäftigten mit vielen Beitragsjahren finden sich viele in der Gruppe der „vorzeitigen Altersrenten“, also bei den Rentnern, die im Alter von 63-65 (mit Abschlägen) in den Ruhestand gingen. Ihre Durchschnittrente lag – wie im Jahr 2006 – bei 822 (2006: 823) Euro monatlich.