Ministerin bekräftigt Forderung nach Krankenkassen-Fusionen

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat sich einmal mehr den Zorn von Vertretern der gesetzlichen Krankenversicherungen zugezogen. Die SPD-Politikerin bekräftigte ihre Forderung, die Zahl der gesetzlichen Kassen deutlich zu reduzieren – von heute rund 250 auf ‚"30 bis 50".

Diese Zahl reiche aus, um im Interesse der Versicherten Wettbewerb zwischen den Kassen herzustellen. Die Ministerin erhofft sich von der Fusion zahlreicher Kassen hohe Einsparungen. Die Kassenvorstände wehren sich energisch gegen Schmidts Pläne und drohen mit gerichtlichen Schritten.

So mancher Kritiker kommt allerdings zu dem Schluss, dass die Funktionäre dabei weniger das Wohl der Versicherten im Auge haben. Vielmehr fürchteten sie um ihre Posten. Denn statt 250 Chefsesseln gäbe es künftig auch nur noch 30 bis 50 Vorstandsposten zu besetzen.

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