Bund der Steuerzahler: Wohn-Riester ist zu bürokratisch

Der Bund der Steuerzahler kritisiert, dass die geplante Einbeziehung von Wohnimmobilien in die staatlich geförderte Riester-Rente zu bürokratisch sei. Einer Stellungnahme zufolge, in der die Aufnahme von selbst genutzten Immobilien in die Riester-Förderung als grundsätzlich richtig beurteilt wird, heißt es, dass diese Pläne dem Bürger aufgrund des hohen bürokratischen Aufwands kaum zu vermitteln sei. Neben dem bürokratischen Aufwand sei auch die Ungewissheit der späteren Steuerbelastung der Sparer ein Problem, heißt es weiter. Die Stellungnahme soll am Mittwoch bei einer Anhörung im Finanzausschuss des Bundestages vorgetragen werden.

Den Plänen der Bundesregierung zufolge sollen Hausbauer ihre Riester-Verträge komplett zum Kauf oder der Entschuldung einer von ihnen erworbenen Immobilie einsetzen dürfen. Auch bei dieser Riester-Variante sollen die Beiträge in der Ansparphase steuerfrei sein, während in der Auszahlungsphase dann das geförderte Kapital steuerpflichtig ist. Sollte das Gesetz wie geplant beschlossen werden, soll es rückwirkend zum 1. Januar 2008 in Kraft treten.

Wenn das so geförderte Wohneigentum innerhalb einer zehnjährigen Frist in der Entsparphase verkauft wird und das hieraus resultierende Vermögen nicht wieder in eine Wohnimmobilie investiert wird, soll es eine „Strafbesteuerung“ geben, die von den Spitzenverbänden von Industrie, Handel und Handwerk jedoch scharf kritisiert wird. Außerdem fordern die Verbände auch vermietete Immobilien in die Förderung einzubeziehen, da sie sich ebenso wie Kaufimmobilien als Form der Altersvorsorge eignen. Der Bundesverband Investment und Asset Management bezeichnete das geplante Gesetz als nicht praktikabel und warnte vor Wettbewerbsverzerrungen, die zulasten der herkömmlichen geförderten Altersvorsorgeverträge gehen würden.