2007 immer noch 211.000 Menschen ohne Krankenversicherung

Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, waren im ersten Quartal 2007 in Deutschland noch immer 211.000 Menschen, das sind 0,3% der Gesamtbevölkerung, nicht krankenversichert. Im Vergleich zum Jahr 2003 bedeutet dies einen Anstieg der Nichtversicherten um 22%. Insbesondere bei den Männern war ein großer Anstieg von 37% zu verzeichnen, während 4000 Frauen weniger ohne Krankenversicherung waren. Die überwiegende Mehrheit der Nichtversicherten im Jahr 2003 bestand aus Selbständigen oder nicht zwangsläufig pflichtversicherten Familienangehörigen. Ob dies auch für das letzte Jahr gilt, bleibt abzuwarten, hierzu müssen weitere Erhebungen gemacht werden.

Für die diesen Ergebnissen zugrunde liegende Erhebung wurden 820.000 Personen in 380.000 Haushalten befragt, was etwa 1% der Bevölkerung entspricht. Alle vier Jahre werden diese „Angaben zur Krankenversicherung“ im Rahmen des so genannten Mikrozensus erhoben.

Experten schätzen die Anzahl nichtversicherter Personen in Deutschland eher noch höher, da z.B.¬†Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung meistens gar nicht in der Statistik erfasst sind. Andererseits beziehen sich diese Daten auf einen Zeitraum vor Inkrafttreten der Gesundheitsreform, nach der Nichtversicherte das Recht haben, in die gesetzliche Krankenkasse zurückzukehren. Wie eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums mitteilte, hätten seitdem über 100.000 Menschen von diesem Recht Gebrauch gemacht.