Weniger Elterngeld wegen betrieblicher Altersvorsorge

Aktuell beträgt das Elterngeld grundsätzlich 67% des Nettoeinkommens, maximal jedoch 1800 Euro pro Monat. Wenn ein Arbeitnehmer nun Entgelt in eine betriebliche Altersvorsorge (z.B. Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds) umwandelt und dies unter die Steuerfreiheit fällt, dann werden die abgeführten Beträge bei der Berechnung der Höhe des Einkommens aus einer Erwerbstätigkeit ausgeschlossen. Dies hat zur Folge, dass die Bemessungsgrundlage (Nettoeinkommen) für das Elterngeld ändert und damit – je nach Einkommenshöhe – auch das Elterngeld verringert wird.
Diese Regelung wurde vom Bundesfamilienministerium ausdrücklich bestätigt, eine Nachbesserung ist nicht geplant. Experten sehen darin den Versuch des Gesetzgebers, Eltern im Hinblick auf die Altersvorsorge zu entlasten, als gescheitert an.

Pensionszusagen und Unterstützungskassen haben dagegen keinen Einfluss auf die Höhe des Elterngeldes, da die Beiträge bzw. Zuwendungen hier nicht der Steuerfreiheit unterliegen und somit auch kein Zufluss stattfindet. Die Berechnungsgrundlage für das Elterngeld verändert sich deshalb nicht.

Das könnte sie auch interessieren:

    Elterngeld ist sehr beliebt
    Das Statistische Bundesamt teilte heute mit, dass im ersten Quartal etwa 60.000 und im zweiten Quartal 140.000 Anträge zum neuen Elterngeld bewilligt wurden. Überwiegend wurde das Elterngeld Müttern zugesprochen. Rund 17.000 Väter haben Elterngeld beantragt und erhalten, dass entspricht einem Anteil von 8,5 Prozent. Väter aus Berlin erhielten mit 11,1 Prozent am meisten das neue

    Steuerfalle Elterngeld
    Oberflächlich betrachtet funktioniert das Elterngeld ganz einfach: Bis zu 14 Monate gibt es für die Betreuung des eigenen Nachwuchses 67% des letzten Nettogehalts und das steuerfrei. Das ist richtig, und doch sollte man sich die Feinheiten genauer ansehen, denn das Elterngeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt, d.h. das Elterngeld wird in die Berechnung des Einkommens einbezogen und

    Betrüger: Vermeintliche Anrufe von der Rentenversicherung
    In den vergangenen Tagen erhielten zahlreiche Rentner und Versicherte Anrufe von angeblichen Mitarbeitern der Deutschen Rentenversicherung, in denen sie zu ihren Versicherungsnummern, Bankverbindungen und ihrem Krankenversicherungsverhältnis befragt wurden. Angeblich sollte damit der Versicherungsschutz der Angerufenen überprüft werden, doch wie die Träger der Deutschen Rentenversicherung ausdrücklich betonten, handelte es sich hierbei keineswegs um ihre Mitarbeiter, sondern

    Telefonbetrüger versprechen Rentennachzahlung
    Die Deutsche Rentenversicherung warnt vor Telefonbetrügern, die sich als Mitarbeiter der Rentenversicherung ausgeben. Sie versprechen den Angerufenen eine Rentennachzahlung und verlangen hierfür die Kontoverbindung der Betroffenen. Vor allem ältere Menschen haben sich mit entsprechenden Meldungen an die Behörde gewandt. Neben der Frage nach der Kontoverbindung fragen die Betrüger auch noch weitere persönliche Daten ab.
    Ein Sprecher

    Stiftung Warentest rät von Investaq Goldrente als Altersvorsorge ab
    Bei der Investaq Goldrente investiert der Anleger in eine fondsgebundene Rentenversicherung, die sich an Goldminen und anderen Goldprojekten beteiligt. Die Stiftung Warentest hat dieses Finanzprodukt einem Schnelltest unterzogen und kommt zu dem Ergebnis, dass es als Altervorsorge nicht geeignet ist.
    Die Investaq Goldrente wird von der Quantum Leben AG aus Liechtenstein angeboten. Die Anleger können wahlweise