Krankenkassen fehlen Milliarden

Neben Mehrkosten für Ärzte, Kliniken und Arzneien kommen auf die Krankenkassen in den kommenden Jahren weitere Ausgaben für Mitarbeiter-Pensionen zu. Experten schätzen die Mehrbelastung auf rund 10 Milliarden Euro. Wie die „Bild“ berichtet fehlen allein der AOK 8,1 Milliarden Euro und auch die Innungskrankenkassen sind betroffen.

Bund, Länder und Krankenkassen streiten darüber, wer die finanziellen Risiken abdeckt. Bei der 2007 gestarteten Gesundheitsreform wurde dieser Punkt ausgeklammert, betroffen sind rund 10.000 Angestellte.

Baden-Württembergs Gesundheitsministerin Monika Stolz (CDU) fordert, dass mit dem Fonds-Start die Länder für ihre Kassen nicht mehr haften. Der Chef des BKK-Bundesverbandes Wolfgang Schmeinck sagte der „Bild“: „Die Altlasten dürfen nicht den Kassen aufgebürdet werden, die rechtzeitig vorgesorgt haben.“

Wegen steigender Ausgaben für Ärzte, Arzneimittel und Kliniken dürften die Krankenkassenbeiträge nach Kassen-Warnungen zum Start des Gesundheitsfonds 2009 von 14,8 auf bis zu 15,5 Prozent steigen. Das Gesundheitsministerium wies diese Befürchtungen erneut zurück. „Niemand kann heute sagen, wie sich der Beitragssatz im Herbst entwickelt“, sagte der Sprecher von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD)