Umzug: Wer haftet bei Umzugsschäden?

Laut einem aktuellen Urteil kommen private Helfer wie zum Beispiel Freunde oder Kollegen nicht für Schäden auf die bei einem Umzug entstehen. Das entschied zumindest das Amtsgericht Plettenberg (AZ: 1 C 345/05), so kommen freiwillige Helfer die einen Schaden bei einem Umzug verursachen nicht für diesen auf.

Im aktuellen Fall hatten freiwillige Helfer beim Umzug einige Schrankbretter so ungeschickt im Möbelwagen verstaut, dass diese beim Transport umkippten und zu allem Übel sogar noch auf ein vorbeifahrendes Auto fielen. Den Schaden wurde durch die Versicherung der Umziehenden beglichen. Aber die Versicherung forderte später die Hälfte des Betrages vom Verursacher, also einem freiwilligen Helfer zurück. Das Gericht hielt das für unangemessen, da der Helfer ja schließlich keine Entlohnung für seine Arbeit erhalten hat.

Wäre der Schaden allerdings durch eine Spedition, welche mit dem Umzug beauftragt gewsen wäre, verursacht worden, so sieht die Sache schon anders aus. Firmen haften für Schäden, die sie anrichten, so sieht das auch der Bundesverband Möbelspedition (AMÄ). Die für den Kunden kostenlose Versicherung des Möbelspediteurs kommt maximal für 620 Euro je Kubikmeter Umzugsgut auf. Bei einem Umzugsvolumen von 50 Kubikmeter ist der Umzug also mit 30.000 Euro versichert.

So empfiehlt der Bundesverband Möbelspedition Kunden, sämtliche Belege für Möbel und Einrichtungsgegenstände aufzubewahren. Erfahrungen haben leider gezeigt, dass es oft zu Differenzen über die Höhe des Schadenersatzanspruches zwischen dem Umziehenden und der Versicherung kommt, an die der Schaden gemeldet wurde. Mit Hilfe der Quitungen kann dann im Falle eines Falles, also einem Schaden beim Umzug der Zeitwert ermittelt werden.