Die Besonderheiten bei Versicherungen für E-Autos

Die Besonderheiten bei Versicherungen für E-Autos

Wie bei jedem anderen Fahrzeug ist auch beim Elektroauto eine Kfz-Versicherung erforderlich. Obwohl die Leistungen sowohl für E-Autos als auch für Autos mit Verbrennermotor identisch sind, müssen beim Abschluss von Versicherungen für E-Autos einige wichtige Details beachtet werden. Dies gilt beispielsweise für spezielle Leistungen, die nur E-Autos und Hybrid-Autos betreffen, insbesondere für den Akku, das Herzstück des E-Autos.

Lohnt sich eine Vollkaskoversicherung?

Während die Haftpflichtversicherung auch bei E- und Hybrid-Autos Pflicht ist, kann jeder Autobesitzer entscheiden, ob er eine Voll- oder nur eine Teilkaskoversicherung abschließen möchte. Wer einen Verbrenner hat, weiß, dass sich eine Vollkaskoversicherung nur dann lohnt, wenn der Wagen nicht älter als fünf Jahre ist. Aber was ist mit den Versicherungen für Elektroautos? Viele Autofahrer, die sich für ein E-Auto entscheiden, verzichten auf die Vollkaskovariante, da der Kauf eines solchen Fahrzeugs meist deutlich teurer ist als ein herkömmlicher Verbrenner. Wer hingegen beruflich viel mit dem Auto unterwegs ist, sollte sich definitiv für Vollkasko entscheiden. Schließlich gibt es Ersatz, auch wenn der Schaden selbst verursacht wurde.

Wann bezahlen die Versicherungen für E-Autos?

Versicherungen für E-Autos zahlen in der Regel dann, wenn durch das Verhalten des Fahrers bei anderen Verkehrsteilnehmern ein Vermögensschaden, ein Sachschaden oder ein Personenschaden entstanden ist. Gezahlt wird ebenfalls, wenn es Schäden durch Überspannung gibt, etwa durch einen Blitz während eines Gewitters. So etwas kann passieren, wenn der Blitzeinschlag über das Ladekabel auf das Auto übertragen wird. Versicherungen für E-Autos kommen ebenfalls für den Tausch der Akkus auf, die bei einer Überspannung beschädigt oder zerstört werden.

Was übernimmt die Versicherung nicht?

Sollte es Schäden oder Abnutzungserscheinungen am Wagen geben, die durch den normalen Alterungsprozess entstanden sind, dann kommt die Versicherung nicht dafür auf. Chemischen Reaktionen, wie beispielsweise auslaufende Säure, Lauge oder eine Oxidation, sind kein Fall für die Versicherung. Wer einen Schaden vorsätzlich verursacht, darf nicht damit rechnen, dass die Versicherung bezahlt. Materialfehler oder Fehler in der Konstruktion sind ebenfalls keine Versicherungsfälle. Auch wer trinkt oder Drogen nimmt und dann einen Unfall versucht, muss für die Schäden selbst aufkommen.

Welche Unterschiede zum Verbrenner gibt es?

Anders als ein Verbrenner, der mit Benzin oder Diesel fährt, funktioniert ein E-Auto mit einem Akku. Dieser Energiespeicher ist demzufolge auch das Herzstück jedes E-Autos. Ist der Akku defekt, dann wird es für den Besitzer meist teuer. Beim Versicherungsschutzsollte der Akku immer als Fahrzeugteil in die Kaskoversicherung eingeschlossen werden, denn nur dann ist er gegen Brand, Überspannung, Diebstahl, Tierbisse und Kurzschlüsse versichert. Fakt ist: Selbst wenn die Versicherung teurer ist als bei einem Verbrenner, ist der Besitzer dennoch besser geschützt und bleibt am Ende nicht auf einer teuren Rechnung sitzen.

Fazit

Rein statistisch gibt es bei Stromern genauso viele Schäden wie bei Fahrzeugen, die mit einem Verbrennungsmotor unterwegs sind, selbst Batteriebrände sind bis jetzt kaum zu verzeichnen. Folglich besteht bei E-Autos auch keine höhere Brandgefahr als bei einem klassischen Verbrenner. Trotzdem sollten diejenigen, die sich einen E-Wagen kaufen wollen, bei der Versicherung genau hinschauen. Nicht alle Versicherer haben die gleichen Konditionen, auch was die Beiträge angeht, gibt es große Unterschiede.

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