Lohnt sich der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte?

Lohnt sich der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte?

Berufsunfähig zu sein – so etwas ist für viele Menschen eine schreckliche Vorstellung. Tatsächlich wird jeder vierte in während seines Berufslebens unfähig, seinem weiter nachzugehen. Dies bedeutet aber nicht, dass die Betroffenen nie wieder arbeiten. Eine Statistik besagt, dass die Berufsunfähigkeit in der Regel einen Zeitraum zwischen zwei und vier Jahren umfasst. Bei Ärzten ist die Gefahr, berufsunfähig zu werden, allerdings deutlich höher als in anderen Berufen.

Für Ärzte eine nützliche Versicherung

Arzt zu sein, bedeutet immer eine sehr hohe Verantwortung gegenüber anderen Menschen zu haben. Eine Berufsunfähigkeit trifft Ärzte öfter, und das aus verschiedenen Ursachen. Wenn sich beispielsweise ein Chirurg an der Hand verletzt, kann er, zumindest zeitweise, seinem Beruf nicht mehr nachgehen. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte kann auch ein Chirurg für seine Zukunft vorsorgen und den Lebensunterhalt für sich und seine Familie absichern. Die Berufsunfähigkeitsversicherung, kurz BU genannt, ist bei Ärzten zwar keine Pflicht, auf lange Sicht ist diese aber immer eine sehr gute Entscheidung. Für Ärzte werden spezielle Tarife angeboten, mit denen sie im Falle einer Krankheit oder nach einem umfassend geschützt sind. Ganz spezifische Risiken, die nur Ärzte betreffen, können ebenfalls mit abgesichert werden.

Was deckt die BU bei Ärzten ab?

Auf welche Leistungen sollten Ärzte bei einer BU achten?

  • Dass es keine Verweisung auf eine andere Tätigkeit als Arzt oder für einen anderen Beruf gibt. Versichert sein sollte immer die zuletzt ausgeübte als Mediziner.
  • Die BU sollte eine sogenannte Infektionsklausel enthalten, auch für den Fall, dass sich der Arzt bei einem Patienten infiziert hat.
  • Wichtig ist eine Leistung, die bereits bei 50 Prozent der Berufsunfähigkeit greift.
  • Eine Leistung schon ab einem Punkt bei der Pflegebedürftigkeit.

Liegt eine Berufsunfähigkeit vor, selbst bei nur 50 Prozent, dann ist die BU zuständig. Sie zahlt alsdann, je nach ausgewähltem Tarif, entweder einmalig oder monatlich aus. oder Verletzungen sollten von der Versicherungsleistung nicht ausgeschlossen sein. Hierbei ist es wichtig, darauf zu achten, dass es für die Versicherung unerheblich ist, ob es sich um einen selbst verschuldeten Unfall oder um eine Krankheit handelt.

Den Lebensunterhalt sichern

Wer als niedergelassener Arzt in einer eigenen Praxis arbeitet, braucht eine Berufsunfähigkeitsversicherung, um im Falle einer Krankheit oder eines Unfalls, seinen Lebensunterhalt abzusichern. Ärzte haben grundsätzlich ein erhöhtes Risiko, was Krankheiten und angeht, daher ist eine BU immer sinnvoll. Aus Sicht der liegt eine Berufsunfähigkeit immer dann vor, wenn der Arzt ein halbes Jahr lang ohne Unterbrechung nicht arbeiten kann. Um dies zu bestätigen, muss ein anderer Arzt ein entsprechendes Gutachten verfassen.

Fazit

Über das sogenannte berufsständische Versorgungswerk besitzen Ärzte in Deutschland zwar eine Berufsunfähigkeitsversicherung, jedoch gibt es hier sehr viele Ausschluss-Klauseln. Erkrankt ein Arzt beispielsweise auf lange Sicht und wird anschließend berufsunfähig geschrieben, dann bekommt er lediglich Rentenansprüche, die sich auf dem Niveau der Sozialhilfe befinden. Ohne eine passende BU für Mediziner ist im schlimmsten Fall der Lebensstandard gefährdet, wenn die Betroffenen nach einem halben Jahr kein Einkommen mehr haben. Wie teuer eine solche Versicherung letztendlich ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, wie etwa dem Gesundheitszustand, der ärztlichen Tätigkeit und dem .

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Ulrike