Lohnt sich die private Krankenversicherung für Beamtenanwärter?

Lohnt sich die private Krankenversicherung für Beamtenanwärter?

Alle, die gerade in den Beruf einsteigen und auf ihre Verbeamtung noch warten, haben trotzdem die , von der gesetzlichen Krankenversicherung in eine private Krankenversicherung zu wechseln. Dieser Schritt kann sich durchaus lohnen, wenn man einen Blick auf die Unterschiede bei den Leistungen wirft. Was sollten Beamtenanwärter beachten, wenn es um die Wahl der richtigen Krankenversicherung geht?

Wie teuer ist die private Krankenversicherung für angehende Beamte?

Junge Arbeitnehmer, die auf ihre Verbeamtung warten, haben die Wahl, ob sie sich privat oder gesetzlich versichern wollen. Für viele ist die PKV für Beamtenanwärter allerdings auch eine Kostenfrage.

An einem Beispiel ässt sich schnell erkennen, wie teuer die gesetzliche Krankenversicherung werden kann:

  • Eine 24-jährige Beamtenanwärterin bei der Polizei hat einen Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung von 250,80 Euro pro Monat. Sie verdient 1355 Euro pro Monat und 15,2 Prozent des Gehalts entfallen auf den Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung, plus 3,3 Prozent für die , dazu kommt noch ein Zusatzbeitrag von 1,2 Prozent. So entsteht eine Summe von 250,80 Euro. Wäre die angehende Beamtin privat krankenversichert, dann würde eine Summe von 56 Euro im Monat anfallen.

Voraussetzung ist allerdings, dass sie keine Vorerkrankungen hat. Im Vergleich zur GKV könnte sie aber knapp 200 Euro im Monat sparen.

Warum ist die GKV für Beamtenanwärter so teuer?

Bei einem relativ geringen Gehalt sind die 250,80 Euro für die gesetzliche Krankenkasse pro Monat eine Menge Geld. Warum ist dieser Betrag aber so ? Im Unterschied zu denjenigen, die eine machen, die später zu einem Angestelltenverhältnis führt, bekommen die Beamtenanwärter von ihrem Arbeitgeber keinen Zuschuss zu GKV. Sie müssen den vollen Betrag zur gesetzlichen Krankenversicherung also immer selbst zahlen. Dieser Aspekt ist ein Argument für die private Krankenversicherung, denn hier können die Beamtenanwärter sehr viel Geld sparen.

Der Vorteil einer privaten Krankenversicherung

Wer sich als zukünftiger Beamte für die private Krankenversicherung entscheidet, hat das Glück, dass sich der Bund oder das jeweilige Bundesland als Dienstherr mit mindestens 50 Prozent an den Krankheitskosten beteiligen. Nur die restlichen 50 Prozent muss der Beamtenanwärter für seine private Krankenversicherung aus eigener Tasche zahlen. So entsteht ein großer finanzieller Vorteil für die Beamtenanwärter, denn sie haben deutlich mehr von ihrem monatlichen Gehalt.

Was sollte beachtet werden?

Zwei Dinge gibt es, die Beamtenanwärter beachten müssen: Zum einen das Einstiegsalter und zum anderen den gesundheitlichen Zustand. Das Einstiegsalter spielt nur dann eine Rolle, wenn die Anwärterzeit nach dem 34. Geburtstag beginnt. Wer eine Vorerkrankung wie beispielsweise Diabetes hat, muss damit rechnen, dass die private Krankenversicherung teurer wird, da die Kasse in dem Fall mögliche Risikozuschläge berücksichtigen wird.

Fazit

Was macht eine private Krankenversicherung für Beamtenanwärter eigentlich so attraktiv? Es sind die vielen Leistungen, welche die gesetzlichen in dem Maße nicht bieten können. Dazu gehören Kontaktlinsen und Brillen, eine hohe Absicherung im Bereich der Zahnmedizin, sogar alternative Heilmethoden werden übernommen und auf Wunsch liegt der bei einem im in einem Zweitbettzimmer. Ein Einzelzimmer und die Behandlung durch den Chefarzt sind ebenfalls Leistungen, die von der privaten Krankenversicherung für Beamtenanwärter übernommen werden. Vielfach ist sogar noch eine Auslandskrankenversicherung im Leistungskatalog der privaten Krankenkassen enthalten.

Bild: © Depositphotos.com / lacheev

Ulrike