Eine Entscheidung fürs Leben: Gesetzlich oder privat krankenversichern?

Freiberufler und Selbstständige haben unabhängig von der Höhe ihres Einkommens die Wahl: Sie können sich freiwillig in einer gesetzlichen Kasse krankenversichern oder sich für eine private Krankenversicherung entscheiden. Gut verdienenden Angestellten mit einem Einkommen von mehr als 3.937,50 Euro im Monat (Versicherungspflichtgrenze für das Jahr 2006) stehen ebenfalls beide Möglichkeiten offen.

Neben dem Alter des Versicherten spielt insbesondere auch die familiäre Situation eine wichtige Rolle: Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es bei privaten Kassen keine kostenlose Mitversicherung von Ehepartner und Kindern. Vermeintliche Einsparungen durch günstigere Beiträge bei privaten Krankenversicherungen können sich auf diese Weise schnell in Mehrbelastungen verwandeln. Für den Partner und den Nachwuchs müssen dann nämlich jeweils eigene Beitragszahlungen geleistet werden.

Zudem ist der Wechsel vom gesetzlichen ins private Krankenversicherungssystem eine Entscheidung fürs Leben, die gut überlegt sein will. Denn die Hürden für eine spätere Rückkehr in die gesetzliche Kasse sind extrem hoch, vielfach ist der abermalige ‚"Systemwechsel" gar nicht mehr möglich.

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