FDP fordert flexibles Renteneintrittsalter

Der Parteichef der FDP Guido Westerwelle hat in einem Interview mit der ‚"Financial Times Deutschland" erneut gefordert, dass Arbeitnehmer, die Gesund sind auch über das 65. Lebensjahr hinaus arbeiten können sollten und zwar so lange wie sie selbst dies möchten. Die FDP möchte ein flexibles Renteneintrittsalter mit der Möglichkeit, zusätzlich zu arbeiten ohne dass die Rente gekürzt wird.

Das Rentenreformmodell der FDP zieht als zentralen Punkt die Flexibilisierung der Altersgrenze vor. Der mögliche Rentenbeginn solle dabei bei 60. Jahren liegen und Rentner sollten dann die Möglichkeit haben, nebenbei so viel Geld zu verdienen wie sie wollen und können. Die momentan bestehende Grenze von maximal 350 Euro Nebenverdienst soll nach Meinung der Liberalen abgeschafft werden. Im Gegenzug dazu sollen die Einkünfte, die zukünftig von den Rentnern als Nebenverdienst erzielt werden Kranken-, Renten- und Pflegeversicherungspflichtig werden.

Der frühere Renteneintritt sollte Arbeitnehmer dann möglich sein, wenn die bestehenden Ansprüche aus der gesetzlichen Rente sowie private Absicherungen so hoch sind, dass er keine ergänzenden Sozialleistungen benötigt. Gies gelte bis zum 65. Lebensjahr, ab dann könne jeder in Rente gehen.

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