Werbung für Versandapotheken verboten

Zwischen der AOK in Hessen und dem hessischen Apothekerverband gibt es aktuell einen Streit über das Recht zum Werben für Versandapotheken. Das Landessozialgericht (LSG) in Darmstadt hat jetzt den Apotheker Recht gegeben. Krankenkassen dürfen demnach nicht für Versandapotheken werben, da dies gegen den mit den Apotheken geschlossenen Arzneiliefervertrag verstößt.

Von der AOK wurde in der Mitgliederzeitschrift und in diversen Telefonaktionen für Versandapotheken geworben. Es handelte sich dabei nicht nur um das Informieren über die Möglichkeiten von Versandapotheken sondern um offensive Werbung. Dies wurde vom LSG deutlich betont. Es wurden mehr als 12.000 Adressen von potenziellen Kunden an Versandapotheken weitergegeben.

Im Arzneimittelliefervertrag ist geregelt, dass Krankenkassen ihre Versicherten nicht zu Gunsten von bestimmten Apotheken beeinflussen dürfen. Der AOK wurde zunächst im einstweiligen Rechtsschutz seitens des LSG untersagt, ihre Aktionen weiterzuführen.

Das könnte sie auch interessieren:

    Neue Berufsregeln für Versicherungsvermittler
    Am 22. Mai tritt ein neues Gesetz in Kraft, dass EU-Recht in deutsches Recht umsetzt. Neu geregelt werden dabei die Berufsregeln für Versicherungsvermittler und Versicherungsberater.
    Der Beruf des Versicherungsvermittlers wird durch dieses neue Gesetz grundlegend reformiert. Geregelt werden dabei unter anderem die Fragen nach den Berufszugangsvoraussetzungen, was sind Vermittlerregister oder welche Übergangsregelungen gelten für

    Gesetzliche Krankenkassen bauen Präventionsangebot aus
    Wie aus dem aktuellen Präventionsbericht 2007 hervorgeht, den der Medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) gemeinsam mit diesen in jedem Jahr veröffentlicht, nahmen im Jahr 2006 rund 5,7 Millionen Menschen – und damit 1,9 Millionen mehr als im Vorjahr – an Maßnahmen zur Prävention und Gesundheitsförderung der Gesetzlichen Krankenkassen teil. Dies

    Das nervt die Deutschen bei der Krankenversicherung
    Laut einer aktuellen repräsentativen GfK-Umfrage, die im Auftrag der “Apotheken Umschau” durchgeführt wurde, hat sich fast jeder zweite Deutsche (45,7%) schon einmal über seine Krankenkassen geärgert. Das häufigste Ärgernis sind höhere Beiträge und bürokratische Hürden. Das scheint nicht nur ein Problem der gesetzlichen Krankenkassen zu sein, denn Privatversicherte gaben ihren Versicherungen in diesen beiden Punkten

    Krankenkassen sollen Zusatzbeiträge selbst festlegen
    Vor wenigen Jahren wurde die Höhe der von den Krankenkassen erhobenen Zusatzbeiträge gesetzlich geregelt. Dies soll sich zukünftig ändern. Medienberichten zufolge soll es den Krankenkassen ab dem 1. Januar 2015 erlaubt sein, selbst zu bestimmen, wie hoch der Zusatzbeitrag sein soll, den sie von ihren Mitgliedern verlangen.
    Die “Rheinische Post” beruft sich auf Informationen aus Koalitionskreisen

    Krankenkassen: Pfändung der Zusatzbeiträge
    Trotz mehrfacher Aufforderung der Krankenkassen haben hunderttausende Kunden ihre Zusatzbeiträge nicht gezahlt. Nun wollen die Versicherer ihre Gangart verschärfen und drohen den säumigen Zahlern mit einer Pfändung der Gehälter.
    Demnach müssen laut aktuellen Medienberichten alle Versicherten mit einer Gehaltspfändung rechnen, die ihre Zusatzbeiträge nicht gezahlt haben. Von den säumigen Zahlern ist auch die DAK betroffen. So