Versicherungsbetrüger müssen ins Gefängnis

Versicherungsbetrug zahlt sich selten aus und kann in ganz gravierenden Fällen sogar im Gefängnis enden.

Ein 32-jähriger Monheimer stand vor dem Landgericht Paderborn, weil er gewerbsmäßigen Betrug mit Lebensversicherungen betrieben haben soll. Die Richter sahen den Betrug als erwiesen an und verurteilten den Angeklagten zu 3 Jahren Haft. Sein Komplize, eine 43-jähriger Man aus Paderborn muss sogar für dreieinhalb Jahre hinter Gitter. Beide Angeklagten hatte vor Gericht zugegeben, dass sie Lebensversicherungspolicen von Kunden aufgekauft hatten und den Verkäufern Renditen von 2 bis 6 % zugesagt hatten, je nach Auszahlungstermin. Da ihnen das entsprechende Kapital fehlte, konnten die Angeklagten die Prämien aus den Versicherungen allerdings nicht zahlen. Aus diesem Grunde wurden die Versicherungen gekündigt und weiterverkauft. Der dadurch entstandene Schaden beläuft sich auf über eine Million Euro.

Das könnte sie auch interessieren:

    GDV: Jeder 10. gemeldete Schaden ein Betrug
    Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilt, ist Versicherungsbetrug mittlerweile in allen Gesellschaftsschichten weit verbreitet. Viele Deutsche unterschätzen die Folgen und Sanktionen des Versicherungsbetruges: Etwa jeder Fünfte hält den Versicherungsbetrug für ein Kavaliersdelikt und jeder sechste Versicherungsbetrüger holt sich hierfür sogar in Internetforen entsprechende Tipps. Das ergab eine aktuelle Studie der GFK Finanzmarktforschung, die

    Policenbörse für gebrauchte Lebensversicherungen
    Seit September letzten Jahres bieten die Börsen AG Hamburg und Hannover eine neue Handelsplattform im Internet an, auf der gebrauchte Lebensversicherungen nach den Grundsätzen einer Börse gehandelt werden können. Vorstand Thomas Ledermann erklärte, dass sich die Handelsplattform als eine Art Marktplatz verstehe, wo Inhaber von Lebensversicherungspolicen diese vielen Käufern anbieten können. Dort wird die Police

    Lebensversicherer: Sicherheit von Rendite
    Die Lebensversicherer sind vorsichtiger geworden, wenn es um Geldanlagen geht. Hatten sie Ende der 1990er Jahre noch in großem Stil auch in riskantere Aktien investiert, um die Rendite zu steigern, geht seit dem Börsencrash Sicherheit vor.
    Die Kunden bekommen das in Form deutlich gesunkener Überschussbeteiligungen zu spüren. Von sechs oder sieben Prozent Gesamtverzinsung pro Jahr (Garantiezins

    Magere Renditen mit Lebensversicherungen
    Im letzten Jahr erwirtschafteten die Lebensversicherungen für ihre Kunden durchschnittlich gerade mal 4,69% durch die Anlage in Aktien, Anleihen, Immobilien oder Hedgefonds. Im Vergleich dazu waren es 2006 noch 4,81% und 2005 sogar noch 5,2%. Bei diesen niedrigen Renditen ist eine Zinserhöhung für die Sparer sehr unwahrscheinlich, im Gegenteil, nach den beiden Jahren, in denen

    Versicherungsbetrug
    Für viele Versicherungen wird jährlich eine Prämie gezahlt und die Leistung der Versicherung wird nie in Anspruch genommen. Da ist die Verlockung groß, schon mal einen Versicherungsschaden zu melden, der eigentlich gar keiner ist.
    Ca. 7% aller bei Versicherungen gemeldeten Großschäden sind schlichtweg Betrug. Bei kleineren Schäden ist die Hemmschwelle offensichtlich erheblich geringer und die